MICHAL SCHMIDT verwendete für seine Arbeit Stahlbeton und Kunstharz mit Polyurethanschaumkern.

Zu sehen sind ein Tisch und Gegenstände aus den Brunnenfunden der Burg Weißensee, die Zeugnisse aus dem Lebensalltag der Burgbewohner im Hochmittelalter darstellen.

Als nach dem Tod von König Bisinius das Königreich Thüringen im 6. Jh. unter seinen drei Söhnen aufgeteilt wurde, verdeutlichte Amalaberga ihrem Gatten Herminafried mit dem bildhaften Gleichnis der nur zum Teil gedeckten königlichen Tafel, dass er doch alleinigen Anspruch auf den Thüringischen Thron haben sollte. „Wer nur das halbe Reich sein Eigen nennt, darf auch den Tisch nur halb gedeckt haben!“ Das führte der Sage nach zu einem kriegerischen Streit, der das Ende des sagenhaften Thüringischen Königreiches einläutete.

Das Tafelgleichnis der Amalaberga erzählt Thüringer Geschichte und regt an, eigene Verhaltensweisen, materielles Denken und den persönlichen Status in der Gesellschaft zu hinterfragen. Es zeigt also nicht nur Historisches, sondern bildhaft auch das übersteigerte Streben des modernen Menschen nach Besitz, übertriebener Anerkennung, Reichtum, Erfolg und Macht wider die Vernunft.