Stadtgeschichte

Weißensee war schon immer von besonderer Bedeutung, denn der Ort lag geografisch außerordentlich günstig am Kreuzungspunkt der von Nürnberg über Erfurt nach Magdeburg verlaufenden Salz- oder Kupferstraße und der für das ludowingische Territorium wichtigen Verbindung zwischen Eisenach und der Neuenburg in Freyburg an der Unstrut.

Die Stadt Weißensee entstand um das Jahr 1200 als planvoll angelegte Neugründung der ludowingischen Landgrafen von Thüringen und zählt zu den bedeutendsten Stadtgründungen im Thüringen des 12. und 13. Jahrhunderts.

Ausgangspunkt der Stadtwerdung war die gewaltige landgräfliche Burganlage, die schon bald zu einem Mittelpunkt ludowingischer Macht werden sollte.

Mitsamt der Burg wuchs am Ostufer des Weißen Sees eine erste Siedlung mit der Pfarrkirche St. Nikolai.

Die Gründung der eigentlichen Stadt wurde mit Rathaus und Stadtkirche St. Peter und Paul östlich der Burg vollzogen.

Schon 1174 urkundlich als „wyssense“ erwähnt, erhielt Weißensee am 14. März 1265 das Stadtrecht.